Ja, der Pudu MT1 Max ist ausdrücklich für den Einsatz in Industriehallen konzipiert. Er bewältigt sehr große Flächen, überwindet unebene Böden und navigiert sicher in dynamischen Umgebungen mit Gabelstaplern, Paletten und Mitarbeitern. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen, die Betreiber vor dem Einsatz stellen sollten.
Welche Bodenflächen und Hallengrößen kann der PUDU MT1 Max bewältigen?
Der Pudu MT1 Max ist für Flächen von über 100.000 m² ausgelegt und eignet sich damit für sehr große Industriehallen, Logistikzentren und Produktionsanlagen. Er überwindet Bodenschwellen von bis zu 20 mm Höhe und Bodenfugen von bis zu 35 mm Breite, was ihn auch in älteren Industriegebäuden mit unebenen Böden oder Dehnungsfugen einsatzfähig macht.
Im KI-Spotreinigungsmodus erreicht der Roboter eine Flächenleistung von bis zu 6.000 m² pro Stunde. Im Standard-Flächenreinigungsmodus liegt die Leistung bei bis zu 2.000 m² pro Stunde. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass der Spotreinigungsmodus ausschließlich verschmutzte Bereiche anfährt, anstatt die gesamte Fläche systematisch abzufahren. In Umgebungen mit unregelmäßigem Schmutzanfall, wie es in Produktionshallen oder Lagern typisch ist, kann das einen erheblichen Zeitvorteil bedeuten.
Die Mindestdurchfahrtsbreite von 75 cm erlaubt den Einsatz auch in engen Lagergassen und Industriekorridoren. Damit ist der MT1 Max nicht nur für weitläufige Hallenbereiche geeignet, sondern auch für Abschnitte mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Der 35-Liter-Müllbehälter ist mit einem Schnellverschluss ausgestattet und lässt sich ohne Werkzeug entnehmen und entleeren, was kurze Standzeiten beim Entleeren sicherstellt.
Wie navigiert der PUDU MT1 Max in komplexen Industrieumgebungen?
Der Pudu MT1 Max navigiert über eine Kombination aus LiDAR-SLAM und Visual SLAM (VSLAM), ergänzt durch markerbasierte Positionierung. Dieses Mehrschicht-Navigationssystem ermöglicht präzise Orientierung auch in dynamischen Industrieumgebungen, in denen Regale umgestellt, Paletten verschoben oder neue Hindernisse aufgestellt werden.
Im Gegensatz zu reinen LiDAR-Systemen, die auf fest installierten Reflektoren oder statischen Merkmalen basieren, kombiniert der MT1 Max visuelle und laserbasierte Kartierung. Das System wählt je nach Umgebungsbedingung die geeignete Methode oder nutzt beide gleichzeitig. Das macht ihn besonders robust in Lagerhallen mit wechselndem Layout oder in Produktionsbereichen, in denen sich die Umgebung täglich verändert.
Für die Hinderniserkennung trägt der Roboter mehrere RGBD-Tiefenkameras (vorne, hinten und seitlich), einen RGB-Sensor, einen Linienlaser, LiDAR sowie einen Stoßsensor. Diese Sensorpalette ermöglicht dreidimensionale Tiefenwahrnehmung und Rundum-Kollisionsschutz. Personen, Fahrzeuge und Maschinen werden zuverlässig erkannt und umfahren.
Darüber hinaus lässt sich der MT1 Max in die Gebäudeinfrastruktur einbinden: Er kann eigenständig Aufzüge steuern und elektronische Tore und Schranken öffnen. Das ermöglicht Mehretagenreinigung ohne manuellen Eingriff, was in Industriekomplexen mit mehreren Ebenen einen erheblichen Betriebsvorteil darstellt. Für Bereiche, die der autonome Modus nicht selbstständig bewältigen kann, etwa beim Überqueren von Rampen oder in engen Übergangsbereichen, bietet ein ausziehbarer Lenkgriff die Möglichkeit zum manuellen Schiebebetrieb.
Welche Reinigungsleistung bietet der MT1 Max gegenüber herkömmlichen Industriereinigern?
Der Pudu MT1 Max bietet gegenüber herkömmlichen Industriereinigern vor allem drei Vorteile: Er reinigt rund um die Uhr ohne Pausen, erkennt Verschmutzungen per KI in Echtzeit und kombiniert grobe sowie feine Schmutzpartikel in einem einzigen Reinigungsdurchgang ohne Maschinenwechsel.
KI-gestützte Schmutzerkennung und Spotreinigung
Der MT1 Max ist mit KI-Kameras ausgestattet, die verschiedene Müllarten in Echtzeit erkennen und klassifizieren. Das System lernt durch Deep Learning kontinuierlich hinzu, sodass die Erkennungsgenauigkeit über die Betriebszeit stetig steigt. Im KI-Spotreinigungsmodus patrouilliert der Roboter mit einem ultrabreiten Sichtfeld über die Fläche und steuert erkannte Verschmutzungsbereiche gezielt an, anstatt einem vordefinierten Fahrweg zu folgen. Pudu gibt hierfür eine fünffache Effizienzsteigerung gegenüber dem Standard-Reinigungsmodus an.
Reinigungstiefe und Staubkontrolle
Die zwei seitlichen Scheibenbürsten sind sowohl für grobe Verschmutzungen wie Blätter, Flaschen und Kartonreste als auch für feinen Staub und Schmutzpartikel ausgelegt. Ein Hochvolumen-Unterdruckventilationssystem saugt aufgewirbelten Staub aktiv in den Müllbehälter und hält ihn durch einen Hochleistungsfilter zurück. Das verhindert die Rückverteilung von Feinstaub in die Raumluft, was besonders in lebensmittelverarbeitenden Betrieben oder Pharmahallen relevant ist.
Mit bis zu 8 Stunden Laufzeit und einer Ladezeit von unter 3 Stunden kann der Roboter theoretisch drei vollständige Ladezyklen pro Tag absolvieren. Bei niedrigem Akkustand kehrt er automatisch zur Ladestation zurück und setzt nach dem Aufladen die unterbrochene Reinigungsaufgabe an der gespeicherten Position fort. Das ermöglicht einen unterbrechungsfreien 24/7-Betrieb, der mit manuellem Reinigungspersonal in dieser Form nicht erreichbar ist.
Welche Sicherheitsanforderungen gelten beim Betrieb in aktiven Industriehallen?
Beim Betrieb des Pudu MT1 Max in aktiven Industriehallen gelten dieselben allgemeinen Sicherheitsanforderungen wie für andere autonome Flurförderzeuge: klare Fahrwege, ausreichende Beleuchtung und eine abgestimmte Kommunikation zwischen Roboterbetrieb und Schichtplanung. Der Roboter selbst bringt dabei bereits umfangreiche technische Sicherheitsmechanismen mit.
Die Kombination aus dreidimensionaler Tiefenwahrnehmung und Multisensor-Fusion erlaubt dem MT1 Max, komplexe Räume mit Personen und Maschinen sicher zu befahren. Der Stoßsensor bietet eine zusätzliche physische Sicherheitsebene für den Fall, dass optische Sensoren ein Hindernis nicht rechtzeitig erkennen. Diese mehrschichtige Absicherung ist in Umgebungen mit Gabelstapler- und Mischbetrieb besonders wichtig.
Für Bereiche, die der Roboter nicht autonom überqueren kann, ermöglicht der ausziehbare Lenkgriff den manuellen Schiebebetrieb durch Mitarbeiter. Das reduziert die Abhängigkeit von vollständiger Infrastruktur und macht den Übergang zwischen automatischem und manuellem Betrieb fließend. Betreiber sollten zudem sicherstellen, dass Mitarbeiter im Umgang mit dem Roboter geschult sind und wissen, wie sie den Betrieb bei Bedarf unterbrechen oder übersteuern können.
Praktisch empfiehlt es sich, den Roboter zunächst in weniger frequentierten Schichten einzuführen, um das Zusammenspiel mit dem Hallenbetrieb zu kalibrieren. Sobald Karten und Routen stabil konfiguriert sind, lässt sich der Betrieb schrittweise auf Hauptschichten ausweiten. Auch die IoT-Integration, etwa die automatische Steuerung von Toren und Schranken über die Pudulink-App, sollte vor dem Vollbetrieb getestet werden.
Wann lohnt sich der Einsatz des PUDU MT1 Max in der Industrie?
Der Einsatz des Pudu MT1 Max lohnt sich in Industriebetrieben, wenn täglich große Flächen gereinigt werden müssen, Reinigungspersonal schwer zu finden ist oder Schmutzanfall unregelmäßig und schwer vorhersehbar ist. Besonders wirtschaftlich ist der Roboter in Betrieben, die auf 24/7-Reinigung angewiesen sind oder deren Reinigungskosten einen signifikanten Anteil der Betriebskosten ausmachen.
Typische Einsatzszenarien, in denen der MT1 Max seinen Vorteil voll ausspielt, umfassen:
- Logistikzentren und Schnelldreher-Lager (FMCG), in denen Staubbildung durch ständige Warenbewegung entsteht
- Lebensmittelverarbeitende Produktionshallen mit Ölverschmutzung und strengen Hygieneauflagen
- Chemische Produktionsanlagen, in denen Feinstaub kontrolliert werden muss
- Kühlkettenlager und 3PL-Einrichtungen mit wechselnden Lagerlayouts
- Großflächige Einzelhandelslogistik wie Lager-Supermärkte oder Bau- und Heimwerkermärkte
Weniger geeignet ist der MT1 Max für sehr kleine Flächen unter einigen Hundert Quadratmetern oder für Betriebe, in denen die Bodenreinigung nur gelegentlich anfällt. Für solche Szenarien bieten kompaktere Modelle wie der Pudu CC1 eine wirtschaftlichere Alternative, da er für Innenbereiche von etwa 500 bis 2.000 m² konzipiert ist und vier Reinigungsaufgaben in einem Gerät vereint.
Ein weiterer Faktor ist der Fachkräftemangel: In Branchen, in denen Reinigungspersonal dauerhaft schwer zu rekrutieren ist, amortisiert sich der Roboter schneller, weil er Personalkosten dauerhaft senkt und gleichzeitig die Reinigungsqualität konstant hält. Die flexible Verfügbarkeit über Kauf-, Miet- und Leasingmodelle senkt zudem die Einstiegshürde erheblich.
So unterstützt Roboterly beim Einsatz des Pudu MT1 Max in Industriehallen
Wir bei Roboterly begleiten Industriebetriebe von der ersten Beratung bis zum laufenden Betrieb des Pudu MT1 Max. Unser Ansatz ist ganzheitlich: Wir analysieren Ihre Hallensituation, konfigurieren die Software, erstellen die Navigationskarten und schulen Ihre Mitarbeiter direkt vor Ort. Nach der Inbetriebnahme stehen wir mit Wartung, Inspektion und Reparatur jederzeit zur Verfügung.
Konkret umfasst unsere Unterstützung:
- Bedarfsanalyse: Wir prüfen Hallengröße, Bodenbeschaffenheit, Schmutzarten und Schichtplanung, um die optimale Konfiguration zu ermitteln
- Installation und Kartierung: Unser Team richtet den Roboter vor Ort ein, erstellt präzise Hallenkarten und konfiguriert Reinigungsrouten
- Mitarbeiterschulung: Wir schulen Ihr Team im Umgang mit dem Roboter, einschließlich manuellem Betrieb und Notfallprozeduren
- Flexible Modelle: Kauf, Miete oder Leasing, je nach Ihrer betrieblichen Situation
- Service- und Supportpakete: Bronze, Silber und Gold, abgestimmt auf unterschiedliche Anforderungen vom Basissupport bis zum Rundum-sorglos-Service
Wenn Sie prüfen möchten, ob der Pudu MT1 Max für Ihre Industriehalle geeignet ist, erfahren Sie mehr über unser Service- und Supportangebot oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie unverbindlich und zeigen Ihnen anhand Ihrer konkreten Hallensituation, welche Lösung den größten Nutzen bringt.

